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Audiotechnik

15.06.2008, 13:02

Diskussion aus dem SSL-Classics-Thread rausgesplittet
Schrottrocker



Wo wir dann wieder bei dem alten Thema angelangt wären, dass das Soundprocesing angeht. Ist eigentlich Schade, das da nicht mehr raus zu holen ist.

15.06.2008, 13:02

15.06.2008, 13:04

Toto hat geschrieben:Wo wir dann wieder bei dem alten Thema angelangt wären, dass das Soundprocesing angeht. Ist eigentlich Schade, das da nicht mehr raus zu holen ist.


Rauszuholen wäre wohl schon mehr...Wenn man denn nur will... :wink:

16.06.2008, 15:58

der sound ist gewöhnungsbedürftig und ich selbst finde ihn vom hörerlebnis her auch dürftigst, aus sendetechnischer sicht aber ist es so das beste, denn ... :

ein ukw-signal besteht quasi aus zwei seitenbändern, eins für den linken und eins für den rechten kanal. man stellt zwar 106,1 ein, hört aber eigentlich links 106,05 und rechts 106,15 (beispielhaft)... je lauter ein pegel desto breiter das seitenband. das heisst, bei einer starken spitze in der lautstärke hiesse das links 106,0 und rechts 106,2. der haken dabei: du hörst es nicht anders zuhause, der sender stört aber da bereits die umlagernden sender im vollen ukw-band. um das zu verhindern gibt es eine richtlinie die besagt, dass ein sender seine optimale verbreitung in den seitenbändern bei 0 dB erreichen soll. drüber darf er nicht.
das problem stellte damals den kollegen müller und mich (zu meiner techniker-zeit) vor stramme aufgaben. durch die teils hohe dynamik und den starken bassdruck unserer musik war klar, dass wir uns da auf einen mittelweg einlassen müssen. der hiess: leichte kompression des frequenzspektrums und leichte kompression der dynamik. das war aber immer noch zu wenig leistung und nicht bei optimaler ausgabe.

die tatsache, dass sich der reine ukw-empfang terrestrisch verbessert hat liegt tatsächlich daran, dass es mit diesem sozundprocessing möglich war die frequenzen optimal anzufahren. aber nur zu eurer beruhigung: was aus dem web kommt klingt auf dem oszilloskop betrachtet noch deutlich beschissener.

c.

16.06.2008, 16:48

Sehr schön erklärt. Jetzt bin ich gespannt, wann es eure Ressourcen zulassen das Soundprocessing weiter zu verbessern.

16.06.2008, 17:00

Ja, sehr schön verständlich erklärt.

Hab eben die Waveform von einem Track der bei Welcome to the Club gelaufen ist. Sieht aus wie ein durchgängiger Balken, ohne nennenswerte Ausschläge oder Einbrüche.
Dann den selben Track von einem Youtube Video extrahiert, und ein Wunderbares Klangbild gehabt. Mit höhen Tiefen und allem was dazu gehört.
Auch klanglich um einiges Besser.

Mir ist schon klar das ich da Äpfel mit Birnen vergleiche. Aber so ein krasser Unterschied... :confused:

16.06.2008, 17:15

Mein bisheriges Argument gegen High-End-Boxen war, daß Techno sowieso ziemlich eintönig klingt bzw. nur wenige Frequenzen absteckt. Bei Klassik sieht es für das Hörerlebnis ganz anders aus, zumindest für die Höhen, denn über Bässe braucht man da nicht viel diskutieren.

Aber, das mit der Wellenform gibt mir jetzt doch erheblich zu denken. Da lag ich anscheinend grundlegend falsch.

16.06.2008, 17:18

Highend Geräte lohnen sich auch bei Techno. Ganz besonders bei Trance, das ist ein Genuss :cool: . Sofern der Track sauber Produziert und von qualitativ guter Quelle kommt.

Bei Schranz isses aber glaub ich wurscht :lol:

16.06.2008, 17:22

Flutlicht hat geschrieben:Bei Schranz isses aber glaub ich wurscht :lol:

Ja das ist nur monotones (aber gutes :) ) geschrubbe. Ab und an mit Spitzen bei den Höhen.

16.06.2008, 17:27

Andererseits sollte bei Schranz aber Vertärker und Lautsprecher Tiefe Frequenzbreiche gleichmässig wiedergeben können, und das ohne die Höhen zu vergessen. Also auch wieder was höherwertiges.

16.06.2008, 18:57

Flutlicht hat geschrieben:Ja, sehr schön verständlich erklärt.

Hab eben die Waveform von einem Track der bei Welcome to the Club gelaufen ist. Sieht aus wie ein durchgängiger Balken, ohne nennenswerte Ausschläge oder Einbrüche.
Dann den selben Track von einem Youtube Video extrahiert, und ein Wunderbares Klangbild gehabt. Mit höhen Tiefen und allem was dazu gehört.
Auch klanglich um einiges Besser.

Mir ist schon klar das ich da Äpfel mit Birnen vergleiche. Aber so ein krasser Unterschied... :confused:


Tja wuerde sich die Jugend heutzutage noch etwas mit dem Funk beschaeftigen dann wuesste man das!! Nur das bei uns nicht mit Baessen gearbeitet wird...ist aber der Hup zu hoch hats aehnliche Wirkungen...

16.06.2008, 19:09

Flutlicht hat geschrieben:Highend Geräte lohnen sich auch bei Techno. Ganz besonders bei Trance, das ist ein Genuss :cool: . Sofern der Track sauber Produziert und von qualitativ guter Quelle kommt.

Bei Schranz isses aber glaub ich wurscht :lol:


naja, der "dreck" sollte ja auch möglichst "klar" sein was ja jetzt vorallem schranz und hardcore-genres betrifft. außerdem werden bei elektronischer musik doch auch gerne mal echte instrumente oder zumindest eine library benutzt die dem original nahe kommen dann ist man von klassik ja nicht mehr weit entfert.

16.06.2008, 19:12

nur isses fraglich sich ne 10 k€ Anlage zu holen nur um damit Schranz zu hören :wink:

16.06.2008, 19:42

*looooool

wer sich für 10.000 € ne anlage hinstellt um schranz zu hören, dem fehlen tatsächlich mehrere latten am zaun.

es gibt qualitativ hochwertige produktionen, die auf einer guten anlage einfach fett klingen. auch im elektronischen bereich. mal ein paar beispiele:

schiller "i´ve seen it all" - die ganze "leben" ist in dolby surround produziert und es macht einen enormen unterschied ob du das auf einer 0815-anlage oder was gescheitem hörst.

pink floyd "the wall" ist ja ein meilenstein der bombastik - rock mets elektronisch. am anfang von the wall landet ein hubschrauber. auf einer schlechten anlage wirst du ihn allerdings nur sehr leise und kurz hören.

von depeche mode "101" habe ich eine direktschnitt-vinyl. da kommt keine cd klanglich mit.

dann mal ein paar beispiele aus der non-electronic ecke, zum testen was das baby drauf hat:

vaya con dios "time flies", "heading for a fall" und "forever now" sind gute tracks, wenn du wissen willst wie stabil die anlage in der dynamik arbeitet. wobei hier die cd ausnahmweise besser taugt als die vinyl. ansonsten empfiehlt sich hier enya "orinoco flow". um die transparenz zu testen rate ich zu eva cassidy "imagine".

der boxentest geht mit pink floyd oder mit the hooters. bei "karla with a k" gibt es zum auftakt des refrain eine oberstimme im chorus zu hören (call & response). im radio wird sie ebenso untergehen wie auf einer schlechten anlage. da hört man sie nicht.

der finale test ob es was gescheites ist oder nicht: besorgt euch die dvd von den eagles "hell freezes over". davon "hotel california". erster durchgang in pcm-stereo. das ist vom klang her an reinheit, transparenz, sound, dynamik und resonanz nicht mehr zu überbieten. wenn ihr diesen gehörorgasmus verdaut habt, dann den gleichen track nochmal, diesmal aber die DTS 5.1 spur anwählen und über digitale leitung oder hdmi anfahren. press play and get wild ! das hat referenz-status und ist das beste was ich je an sound gehört habe. bestes beispiel: meine frau, meine eltern und meine schwiegereltern zeigten nicht gerade das volle verständnis für das, was in meinem wohnzimmer installiert wurde. "braucht man das ?". wir haben uns die aufnahme von cd in stereo im autoradio angehört. oky, musik ! dann auf der anlage (irgendwie mehr musik), dann in stereo von dvd auf der anlage (klingt nach noch mehr musik) und dann die DTS spur (sprache verschlagen, fragen erübrigten sich). sollte man mal gehört haben !

aber da kommt radio nicht dran. das ist heute alles zu tode komprimiert und klangverfremdet. wenn man dann selbst noch bässe und höhen reindreht,die loudness dazu und hinterher noch irgendein sound-setup einprozessiert hat, dann kann es schonmal sein, dass "stairway to heaven" nach "schöne maid" klingt.

16.06.2008, 19:55

Wobei ich persönlich bei solch hochwertiger Musik einen guten Röhrenverstärker nebst passenden Lautsprechern jeder 5.20 HDMI DTS Dolby Digital sonstwas Anlage vorziehen würde.
Der Klang eines guten Röhrenverstärkers kommen nur sehr, sehr wenige der Transistorgesteuerten Teile nahe.

Dann noch das Licht etwas gedimmt und zur Musik die Warm leutenden Röhren bei ihrer Arbeit beobachten. Das ist was ganz besonderes :wink:

16.06.2008, 23:53

@Charly: Endlich mal ein Kommentar von einem, der Ahnung hat!!! Das tut so gut, sowas zu lesen... In der Liste fehlen nur noch ein paar Klassik-Aufnahmen, damit man testen kann, wie die Dynamikwiedergabe ist und wieviel Nebengeräusche auf der Aufnahme man raushören kann.
Wenn's um gute CD-Wiedergabe geht, sind für mich immer noch "Further Adventures of" von Flim & the BB's und "The Sheffield Track Record" die Referenzen. Und bei Vinyl gibt's so ein paar spezielle Quincy-Jones-Scheiben. Ach ja, die Direct-to-Disc-Aufnahmen, ja ja... :wink: :cool:
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