@lifelight
zum einen gedenke ich nach wie vor der firma meine ansprüche zu unterbreiten und aufzuzeigen wie verfahren diese ganze situation für den sender ist. damit rede ich zunächst nur mal von den "classics" und meinem anspruch deren urvater zu sein. darüber hinaus können aus dem noch laufenden rechtsstreit weitere fundamentale punkte erwachsen, die gegen den sender stehen. das liegt nicht in meiner hand und entzieht sich völlig meinem einfluss, wäre aber insofern willkommen, dass man die "classics" da gleich mit einrechnen könnte. ausserdem beschleicht mich so ein verdacht, dass die jetzige vortrommlerin nicht ganz im bilde ist über das, was da gerade brodelt und welche auswirkungen und konsequenzen es nach sich ziehen wird, abgesehen von den auswirkungen die diese wieder mit sich bringen würden. bisher noch zukunft, aber man sollte mal drüber geredet haben, um den totalen supergau zu vermeiden. ein resthauch von vernunft wäre dann noch vorhanden...
was den musikpark angeht, das haus kenne ich seit 2009 sehr gut. im erdgeschoss ist "anixe" ansässig. dort sitzt der fernsehsender mit den studios, lediglich die ausspielung erfolgt in münchen. im mannheimer musikpark werden die dokus und spielfilme synchronisiert, bands aufgenommen und filme abgemischt (
). unter "referenzen" gibt es ein paar videosequenzen zu sehen und zu hören, bei denen ich auch mitgearbeitet habe ("deewana", "geschichten aus der gruft" als rotes zottelmonster) das studio ist nicht nur eigengenutzt, es wird auch vermietet, vorrangig an den wochenenden. das studio selbst hat die THX und DTS ES-EX zertifizierung erreicht, derzeit wird am upgrade auf DOLBY ATMOS gearbeitet. dazu kommen ein aufnahmeraum, der sowohl für sprecher als auch für bands, chör und orchester genutzt wird. es kann auch im grossen studio direkt aufgenommen werden oder in einer recht neuen sprecherkabine. die ist seit kurzem erst entstanden, da wir momentan recht viel mit aufträgen zu tun haben. das ist auch der grund weshalb sich gerade ein zweites team bereit macht. wir werden dann also auch werktags in zwei schichten aufnehmen. anders ist das nicht zu bewältigen.
genau da sehe ich aber gewisse vorprogrammierte schwierigkeiten. dieses haus ist ein "ausgezeichneter ort", hat für design und idee ein startup-zentrum und barrierefrei zu sein den ein oder anderen preis gewonnen. das ändert aber nichts daran, dass es sich wohl nicht zu tragen scheint. es pfeifft von immer mehr dächern, dass die bude verkauft und wohl auch umgebaut werden soll. die wirtschaftliche inrentabilität wird da ebenso genannt wie die eigentlich totale fehlkonstruktion der hütte als solches. stylisch heisst eben nicht immer gleich praktisch oder "grün" und eco, aber man kann prestigeträchtig ne menge fördergeld verheizen. beides kann man sich auch sehr gut als grund vorstellen, um die hütte mal ganz presto loszuwerden. entscheidend ist, dass das haus eben nicht für studiobetriebe ausgelegt ist, was man an den räumlichkeiten schon absehen kann. deshalb wurde mit haus nr 86 ja ein weiteres obejkt angelegt, das mehr für studionutzung ausgelegt und geeignet ist. bei "uns" im haus trifft das nur aufs erdgeschoss zu. zum einen haben die räume unten eine innenhöhe von bis zu ca 4 metern. zum anderen liegen mischkino, aufnahmeateliers für ton und bild und sprecherkabinen alle innen, haben kein fenster und auch kein natürliches licht. der vorteil dabei sind die stets konstanten arbeitsbedingungen, der nachteil ist, dass man eben licht und luft da rein bringen muss. und das ist eine entscheidende schwachstelle. dazu kommt die bauweise. das ganze haus ist ein einziges gerippe aus armiertem und gegossenem stahlbeton, möglichst durchgängig und nahtlos verbunden. und der ist von sich aus schon ein ausgezeichneter schallwellenleiter. eine möglichst unterbrechungsfreie übertragungsfläche trifft auf eine gut geeignete dichte. und als ob das nicht schon genug transportiert wäre da noch die heizung und lüftung. da es da drin räume ohne licht und fenster gibt, verfügt der laden über ein stylisch anmutendes system aus metallröhren... man ahnt es. die hütte hat hervorragende eigenschaften schall zu leiten. im dritten stock war eine schlagzeugschule untergebracht. es ist nicht mehr zählbar wie oft wir aufnahmen unterbrechen oder neu machen mussten, weil sich auf einmal ein drumming in die mikros geschlichen hatte. fies wirds, wenn du das erst beim endmix entdeckst. nun sagt sicher niemand etwas gegen einen produktionsplatz und das arbeiten bei "ziviler lautstärke". das aufdrehen wie in mannheim oder schwetzingen bisher üblich können die in diesem neuen studio aber zu jeder tag- und nachtzeit vergessen. da hätte dann das ganze haus etwas davon. lautstärkeverhältnisse wie in den videos vom sonntag zu hören würden also sehr schnell massive kritik hervorrufen, egal wann man damit loslegt. da war keine wirksame schalldiffusion oder absorbtion zu erkennen, geschweige denn eine bassfalle oder sonst was. dazu käme noch die frage, ob man da nicht doch bald raus müsste, weil sich der vermieter ändert und mit umbau droht.
ganz besonders amüsiert hat es mich allerdings zu lesen, dass eric erklärt hat, wie sie in berlin einen regler von mannheim aus auf und zu machen können. den teil, und nur den, hätte ich gerne mal als mp3 im o-ton. der akademisch behangene anwalt eines radiosenders hat nämlich noch vor kurzem einem gericht zu der beschreibung dieses verfahrens erklärt, dass das vollkommen unmöglich und reine fiktion wäre, es ginge nicht.
nein, ich bin kein spielverderber und griesgram, die könnten zur abwechslung ja auch einfach mal was richtig machen.